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Sahara-Optimum: Ténéré und Air

Tamanrasset - Tassili du Hoggar - Air-Gebirge - Iferouane - Arakaou - Assode - Timia - Agadez - Ténéré - Arbre du Ténéré - Fachi - Bilma - Djado - Djanet

Die kontinentweite Sahara zu besuchen, erfordert mehrere Expeditionen. Wenn man nur eine oder nur ganz wenige plant, sollte man sich auf den landschaftlich-topographisch schönsten, dramatischsten, vielseitigsten Ausschnitt konzentrieren. Und das ist die Sahara in der nördlichen Hälfte des Binnenstaats Niger, zwischen Agadez und Bilma, zwischen den Air-Bergen, dem Djado-Plateau und dem Erg du Ténéré. Gewiss, die südalgerische Sahara zwischen Tamanrasset, dem Tassili du Hoggar und Djanet mit dem Tassili N’Aijjer ist einfacher und günstiger zu erreichen, ebenso der südlibysche Fezzan zwischen Ghat und dem Waw am Namus, die Sahara im nordöstlichen Mali. Wir haben sie alle bereist, ein filigranes Abwägen vorgenommen mit dem Ergebnis: natürlich am Besten alle diese vier Sahara-Expeditionen, doch wenn nur eine, dann die Top-Priorität für dieses „Sahara-Optimum“.

Wir erleben alle Wüstenvarianten: Dramatische Sanddünenformationen im gewaltigsten Sahara-Erg, die sich zum Gesamtbild der „schönsten Wüste der Erde“ addieren, die Air-Berge, von Oueds (trockenen Flussläufen) und leuchtenden Dünenketten durchzogen, mit reichhaltigen Felsbildgalerien, die an diejenigen des N’Aijjer, Tadrart und Akakus heranreichen; und vor allem die hier lebenden (wenigen) Menschen. An erster Stelle die Touareg natürlich, die Herren des Air und der Ténéré, doch am Ostrand, in den Oasen vor dem Kaour-Steilabfall die Kanuri und die Tubu, die als die schönsten Menschen unserer Erde gelten. Und was man nur in der Niger-Sahara erleben kann: Die sagenhaften Salzkarawanen, die von Bilma und Fachi aufbrechen zum Niger-Fluss oder in die Air-Berge, zum traditionellen Güteraustausch Salz gegen Hirse und andere Güter. Wir erleben das sagenhafte Agadez, die ‚heimliche‘ Hauptstadt der Zentral-Sahara, wir durchstreifen die mysteriösen Festungsruinen von Djado, die einst mehrere tausend Menschen aufnehmen konnten. Unsere Zeltnächte im Saharasand verstärken die osmotischen Sucht-Endorphine, die zu einer Art Wüsten-Manie (ver)führen. Übernachtung im selbst mitgebrachten Zelt oder unterm Sternenhimmel. Unsere Crew, Fahrer und Küche, sind Touareg, die hier zu Hause sind, ihre Familien- und Stammesverbindungen nutzen. Topographische Ad-hoc-Überraschungen oder behördliche Verfügungen können zu Änderungen des Tourverlaufs zwingen. – Im IKARUS-Proramm – mit Unterbrechungen – seit 1978. 
Tourbeginn: 
Freitag  
Termine und Preise:
Tourcode Datum p. P. DZ EZ-Zuschl.
815209-01 01.02.08-15.02.08 EUR 2.790,- EUR 70,-
815209-02 29.02.08-14.03.08 EUR 2.790,- EUR 70,-
815209-03 31.10.08-14.11.08 EUR 2.790,- EUR 70,- BUCHEN
815209-04 05.12.08-19.12.08 EUR 2.790,- EUR 70,- BUCHEN
915209-01 06.02.09-20.02.09 EUR 2.790,- EUR 70,- BUCHEN
Buchbar Anfrage Ausgebucht

Leistungen:

Flüge mit AIR ALGERIE ab/bis Frankfurt

Übernachtungen in eigenen Zelten bzw. unterm Sternenhimmel, 1x Hotelübern. in Agadez 

expeditionsartige Verpflegung, s. Tourverlauf (F = Frühstück, M = Mittagessen,
A = Abendessen)

Transfers im Geländewagen, Expeditionsverlauf und -durchführung

Reiseleitung durchgehend, deutschspr.

Zeltmiete: € 50,-

Visum: Algerien z.Z. € 75,-
Niger z.Z. € 75,-


Impfungen: Gelbfieber vorgeschrieben

Min. Gruppengröße: 8 Personen

Max. Gruppengröße: 16 Personen




15-Tage-Tour

1. Tag: FR Flug nach Tamanrasset
Nachmittags Linienflug von Frankfurt über Algier nach Tamanrasset. Transfer in unser Campement.

2. Tag: SA Auf dem Weg zum Niger / FMA
Fahrt nach Süden, zuerst auf einer Teerpiste, danach durch die Oueds und Wadis, durch die letzten Ausläufer des Hoggar-Gebirges, unser Nachtlager abseits der Piste im Tassili Berouten.

3. Tag: SO Ankunft im Niger / FMA
Nach Erledigung der Grenzformalitäten auf algerischer und nigrischer Seite in In Guezzam bzw. Assamakka unser Nachtlager in den Dünen.

4. Tag: MO Iferouane / FMA
Bei Arlit fahren wir in das Air-Gebirge ein, erreichen am Nachmittag die Oase Iferouane, die Perle der Air-Oasen. Eine faszinierende kleine Stadt, geprägt durch runde Strohhütten mit Kegeldächern, die wenigen Lehmhäuser entlang der Hauptstraßen. Bei den Schmieden können wir Touareg-Schmuck erstehen, ein ausgedehnter Rundgang. Zeltübernachtung in der Nähe im Oued oder (gegen Zuzahlung) in einem der Stadthotels.

5. Tag: DI Chiriet – Arakou" / FMA
Fahrt durch das Adrar Tamgak zum Felsmassiv von Chiriet, am westl. Rand einer endlosen Kieselwüste, dem Nordteil der Ténéré. Von hier zur „Krabbenschere“ Arakou, die Satellitenaufnahme führte zu dieser ungewöhnlichen Benennung. Hier unser Nachtlager.

6. Tag: MI Assode – Timia" / FMA
Wieder Einfahrt in die Air-Berge, hier sind sie besonders dramatisch, bis Assodé, einst wohl die Hauptstadt der Touareg, die seit dem 17. Jh. in sich zerfällt. Zum Viehbrunnen kommen heute noch zahlreiche Touareg mit ihren Herden von Kamelen, Ziegen und Schafen. Spätnachmittags in der Oase Timia, die wohl schönste im Air, mit begeisternden Gärten, umgeben von Berggipfeln, auf einem erhebt sich das Kolonialfort des General Massu. Die Silberschmiede locken mit einem reichen Angebot an Touareg-Schmuck. Übern. in Timia.

7. Tag: DO Agadez / FMA
In den Felsen die „Cascade“, in einem Wüsten-Ambiente eine wahre Sensation! Dann Fahrt nach Agadez, der Hauptstadt des Air-Gebiets. Hier nächtigen wir im landestypischen Hotel TIDENE im Zentrum. Auf dem Weg hierher suchen wir die Schmiede von Abrakan auf, unsere Mittagspause am Brunnen von Mallatas im Oued Guissat. In Agadez ein erster Stadtrundgang: Moschee mit Lehmminarett aus dem 15. Jh., Sultanspalast und Markt, das Haus von Heinrich Barth.

8. Tag: FR Agadez – Ténéré" / FMA
Noch einige Stunden in Agadez, Zeit für individuelle Rundgänge und Shoppinggefechte. Dann Richtung Osten, zum Erg du Ténéré. Unser Nachtlager in der faszinierenden Landschaft bei Teguidet.

9. Tag: SA Erg du Ténéré" / FMA
Weitgehend vegetationslose Wüste. Wir hoffen auf eine der Salzkarawanen zu stoßen, doch werden sie mehr und mehr durch eine wachsenende Lkw-Dominanz verdrängt. Der 'Arbre du Ténéré', bis 1973 eine leibhaftige Schirmakazie und unverzichtbarer Orientierungspunkt für Karawanen und Wüstendurchquerer, ist das westl. Eingangstor in die großartigste Erg-Wüste unserer Erde. Wir versuchen die zu uns oft querstehenden Dünenkämme zu kreuzen, begeisternd, doch oft steckenbleibend. Wir versuchen, so dicht wie möglich an Fachi heranzukommen, die erste große Salzoase und zugleich die schönste. In der Nähe unser Nachtlager in den Dünen.

10. Tag: SO Fachi – Bilma" / FMA
Ein Rundgang in der alten Kanuri-Stadt Fachi, ein einzigartiges geschlossenes Stadtbild mit einer Stadtmauer und fünf Toren. Wir besuchen den Ksar, die mächtige Wehrburg und einige der Salinen. Nachmittags Weiterfahrt, die letzte eigentliche Erg-Etappe, bis Bilma, das sich unter den steilen Kaour-Abhängen duckt. Hier wohnen hauptsächlich Kanuri und Tubu. Im Salinenfeld von Kalala wird seit dem 15. Jh. Salz abgebaut. Unser Nachtlager in den Dünen in der Nähe.

11. Tag: MO Bilma – Dirkou" / FMA
Vormittags ein Rundgang in Bilma. Nur 45 km nördl. Dirkou, ein ehemaliger Militärposten aus der Kolonialzeit. Hier müssen wir uns beim örtl. Militär melden. Dann fahren wir die Piste unterhalb des Kaour-Abhangs nach Norden, unser Nachtlager auf dem Wege nach Chirfa.

12. Tag: DI Séguédine – Djado" / FMA
Séguédine ist die nördl. Kaour-Oase, das aus Salzziegeln gebaute Dorf wird von Tubu bewohnt. Unweit der Zeugberg Pic Zumri. Wir fahren hinauf auf das Djado-Plateau, ein wildes Fels-Ensemble. Ein Rundgang in der Geisterstadt Djado, in der zerfallenen Festung, unweit nördlich der alte Ksar von Djaba. In der Nähe unser Nachtlager.

13. Tag: MI Monts Gauter / FMA
Weiterfahrt nach Norden, über die alger. Grenze, bis zu den Monts Gautier. Hier unser Nachtlager.

14. Tag: DO Djanet / FMA
Am Fuß des Tassili N’Aijjer die weitläufige Oasenstadt Djanet, eingebettet in herrliche Palmengärten. Im Zentrum das Campement der Zéribas, wo wir uns endlich einmal duschen können. Ein Rundgang: Es locken der Markt, Cafés, eine Bank, ein Restaurant. Unser Abschiedsabend. Am späten Abend Transfer zum Flughafen.

15. Tag:" FR Rückflug – Ankunft"
Nachts Rückflug über Algier nach Frankfurt. Ankunft nachmittags."





Fünfzehntägige Geländewagen-
Expedition zu den landschaftlichen Höhepunkten der Sahara im Niger

in Algerien durch das Tassili du Hoggar

Durchquerung der Ténéré-Wüste und des Air-Gebirges

berühmte Moschee in Agadez

mit malerischen Oasenstädten wie Timia und Iferouane

unterwegs mit Touareg, unter orts- und fachkundiger Leitung


Anforderungen an die Teilnehmer (Grad 1):  Viel Ausdauer bei langen Fahretappen durch einsame Wüstenregionen, bei Hitze und Staub. Gelegentliches Mitanpacken, wenn es gilt, den im Sand steckengebliebenen Jeep wieder flottzumachen - oder in der Küche, werden erwartet. Ausrüstung: Seesack und Tagesrucksack, warmer Schlafsack und Isomatte, eigenes Zelt.

Katalogseite: 132
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