Der Nordpol und die Nordwest-Passage vom Atlantik zum Pazifik waren lange Zeit die begehrtesten Ziele der Polarforscher und der Seefahrernationen. Im Mittelpunkt des Interesses standen die Erschließung neuer Handelswege und damit große kommerzielle Vorteile. Bereits im Jahr 1845 stach Sir John Franklin mit den beiden Forschungsschiffen „Erebus“ und „Terror“ von England aus nach Alaska in See, um die Passage zu finden. Franklin befehligte 128 Offiziere und Mannschaftsmitglieder. Keiner von ihnen kehrte lebendig heim. Noch nie zuvor waren in der Geschichte der Polarforschung so viele Menschen auf einmal verschwunden. Weder die britische Öffentlichkeit, noch die Royal Navy hatten ernsthaft an ein Scheitern Franklins und seiner Mannschaft gedacht. Deshalb wurde erst 1848 mit Nachforschungen begonnen. Das tragische Schicksal der Mannschaft wurde zur Legende und regte zahlreiche weitere Forschungsexpeditionen an. Erst ein halbes Jahrhundert später gelang Roald Amundsen schließlich die Entdeckung der Passage. Sie ist die kürzeste und damit schnellste Verbindung für Schiffe nach Japan oder Indien, zumindest theoretisch. Praktisch ist sie bis auf wenige Wochen im Jahr kaum passierbar; extreme Kälte, ein Gewirr aus Inseln, Passagen und Riffen, ewiges Zwielicht und nicht zuletzt Eis versperren den Weg. Auf unserer Expeditionskreuzfahrt bewegen wir uns auf der historischen Route von Roald Amundsen im kanadischen Teil der Passage. Unser Schiff, MS AKADEMIC IOFFE, nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart zugleich, denn wir können uns selbst eine Meinung über die klimatischen Veränderungen und Eisverhältnisse bilden. Galt die Passage früher als fast unpassierbar für Schiffe ohne Eisklasse, so kam es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach vor, dass die Verbindung nahezu eisfrei war. Uns stellt sich daher die Frage: Wie viel Eis erwartet uns in diesem Jahr?
18-Tage-Tour 1. Tag: Hinflug
Linienflug von Frankfurt nach Kopenhagen. Übernachtung im *****Hotel direkt am Flughafen.
2. Tag: Einschiffung FA
Am Morgen Flug nach Kangerlussuaq auf Grönland und Einschiffung auf unser Expeditionsschiff, MS AKADEMIC IOFFE. Wir lichten den Anker und fahren durch den Kangerlussuaq Fjord Richtung Davis Strait, wo wir, den Polarkreis überquerend, Kurs Nord nehmen.
3. Tag: Sisimiut FMA
Im malerischen Ort Sisimiut an der westgrönländischen Küste unternehmen wir den ersten Landgang. Bevor wir die bunten Häuser in der so typischen Schärenlandschaft besichtigen, werden wir zunächst eine Wanderung in der Tundra im Fjord unternehmen.
4. Tag: Ilulissat FMA
An der Mündung des Kangia Eisfjordes gelegen, ist Ilulissat das Synonym für Eisberge in allen Größen und Formen in einer unvergesslichen Landschaft. Zugleich ist es der Geburtsort von Knud Rasmussen, der berühmte Polarforscher und Ethnologe. Der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende Kangia Gletscher speist den Fjord und die Diskobucht mit unvorstellbaren Eismassen. Mit den Zodiacs unternehmen wir Ausflüge zur Mündung des Fjordes und können in einer sommerlichen, arktischen Landschaft wandern.
5.-6. Tag: Baffin Bay FMA
Die Dauer der Überfahrt richtet sich nach der Menge des Packeises und wir versuchen, den besten und schnellsten Weg zu finden. Aber auch nach Walen werden wir Ausschau halten.
7. Tag: Baffin Island FMA
Wir haben die kanadische Arktis erreicht. Die Klippen auf Baffin Island, die größer als Deutschland und immerhin die fünftgrößte Insel der Welt ist, ragen spektakulär vor uns auf und wir versuchen, in einen der Fjorde hineinzufahren und an Land zu gehen. Die Fjordmündungen hier sind reich an Tierleben, da sich das Meerwasser mit dem Süßwasser der abschmelzenden Gletscher vermischt.
8. Tag: Pond Inlet FMA
Die Einwohner von Mittimatalik, wie Pond Inlet ursprünglich in der Sprache der Inuit genannt wird, heißen uns willkommen in ihrem Ort. Sie sind bekannt für ihr Kunsthandwerk und ernähren sich hauptsächlich vom Fischfang des arktischen Saiblings. Wir können im Ort spazieren gehen oder in der hübschen Umgebung eine Wanderung unternehmen.
9. Tag: Lancaster Sound FMA
Die etwa 50 km breite Meerenge ist das Tour zur Nordwestpassage, die Amundsen in den Jahren 1903-1906 als Erster durchquert hat. Das Wasser ist gut neun Monate im Jahr vereist und bietet vielen Tieren Lebensraum: Eisbären, Schneegänse, Seevögel leben hier, aber auch die seltenen Narwale und Belugas. Devon Island ist bekannt für einen Krater mit einem Durchmesser von 20 km, der durch einen Meteoriteneinschlag vor mehr als 23 Millionen Jahren entstanden ist.
10. Tag: Beechey - Prince Leopold Is. FMA
Wir erreichen die östliche Region der Nordwestpassage. In diesen verzweigten Meeresarmen und Fjorden und zwischen den unzähligen Inseln haben viele Expeditionen den Eingang zur Nordwestpassage, den Seeweg nach Asien vermutet und doch nicht gefunden. Das tragischste Schicksal erlitt sicherlich die Expedition um Sir John Franklin, die hier überwinterte, bevor sie in den Peel Sund fuhr und sich ihre Spur bald verlor...Viele Expeditionen machten sich auf die Suche nach ihnen und stoppten auch auf Beechey Island. Wir finden hier Hinterlassenschaften dieser Suche in Form von u.a. Nahrungsmitteln in Dosen, aber auch einige Gräber der Franklin Expedition, die das Rätsel um die Schicksale der Männer vertiefen. Die Prinz Leopold Insel ist ein Paradies für arktische Vögel, die an den steilen Klippen nisten. Aber sie ist auch die Markierung des östlichen Endes der Nordwestpassage. Bis hier haben es im vorherigen Jahrhundert immer wieder mutige Entdecker geschafft, bevor sie sich verirrten oder keine Weiterfahrt für möglich hielten.
11. Tag: Fort Ross - Bellot Strait FMA
Auch heute schaffen es nur wenige Schiffe, die Nordwest-Passage zu queren. Die Eismassen können selbst in heutiger Zeit noch eine fahrplanmäßige Durchfahrt verhindern. Auf der Suche nach der verschollenen Franklin-Expedition musste James Clark Ross im Jahre 1848 zum Überwintern auf Somerset Island Station machen. Wir fahren durch die Bellot Strait, die reich an Nährstoffen ist und hoffen, Sattelrobben, Bartrobben und mit Glück auf Eisbären zu sehen. Während wir durch die Victoria Strait fahren, wird immer wieder der Name von Sir John Franklin auftauchen. Hier fand im Jahr 1848 seine Suche nach der Passage ein tragisches Ende. Am Eingang der Victoria Strait verließ Franklin seine Schiffe „Terror“ und „Erebus“, um sich auf dem Landweg zu retten. Die ungeheuren Eismassen in diesem Gebiet hatten ein Weiterkommen nicht mehr möglich gemacht.
12. Tag: Pasely Bay FMA
Heute planen wir eine Anlandung in der Bucht, um in den Hügeln zu wandern. Ein schöner Blick auf den Larson Sound ist unsere Belohnung. Bereits im frühen September vom Eis eingeschlossen, musste die Expedition von Henry Larson, nach dem der Sound benannt ist, hier im Jahre 1941 auf 1942 überwintern.
13. Tag: King William Island FMA
Amundsen verbrachte zwei Winter auf King William Island, und lernte von den dort lebenden Inuit, sich den extremen Lebensbedingungen der Arktis anzupassen und u.a. mit Hundeschlitten umzugehen. In einem Steinhaufen soll hier die erste und einzige Nachricht von Franklins Expedition gefunden worden sein, die den Tod Franklins und das Verlassen der beiden Schiffe bestätigt.
14.-15. Tag: Victoria Island FMA
Wir haben zwei Tage Zeit, um die zweitgrößte kanadische Insel kennenzulernen. Geplant ist ein Besuch der kleinen Ortschaft Cambridge Bay, in der Sprache der Inuit "Ikaluktutiak", was so viel heißt wie "guter Angelplatz". In Johanssen Bay gehen wir mit den Zodiacs an Land und unternehmen Wanderungen in der Tundra. Alternativ können wir mit den Kajaks (optional) einen kleinen Fluss hinauf paddeln und uns auf die Suche nach Moschusochsen begeben.
16. Tag: Coppermine – Ausschiffung F
Eine einmalige Expeditionskreufahrt geht zu Ende und wir müssen uns in Kugluktuk, wie der Ort in der Sprache der Inuit heißt, verabschieden. Per Charterflug geht es nach Edmonton, wo wir übernachten. ****Hotel.
17. Tag: Rückflug
Rückflug mit Umsteigen nach Frankfurt.
18. Tag: Ankunft
Am Morgen ist Frankfurt wieder erreicht.
Umgekehrter Reiseverlauf
Der zweite Termin findet in umgekehrter Richtung statt, beginnend mit dem Linienflug nach Edmonton, hier haben wir eine Übernachtung, bevor wir am 2. Tag per Charterflug nach Coppermine fliegen, wo unser Expeditionsschiff zum Auslaufen bereitsteht. Durch die Kanadische Arktis mit Anlandungen wie nebenstehend beschrieben, geht es über die Baffin Bucht nach Westgrönland, Ilulissat mit seinen Eisbergen und nach Kangerlussuaq im Sondre Stromfjord, wo die Ausschiffung erfolgt. Heimflug über Kopenhagen, auch hier haben wir noch eine Übernachtung, und Rückflug nach Frankfurt am 18. Tag.
Die Chancen, die geheimnisvollen Nordlichter (Aurora Borealis) am Himmel zu sehen, sind während beider Termine hoch, denn die Sonne geht bereits wieder unter und der Polartag weicht dem kurzen arktischen Herbst.
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Tourcode |
Datum |
p.P. DK |
EK-Zuschlag |
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263649-01A |
11.08.12-28.08.12 |
8.490,- € |
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buchen
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263649-01B |
11.08.12-28.08.12 |
9.590,- € |
3.490,- € |
buchen
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263649-01C |
11.08.12-28.08.12 |
10.990,- € |
4.250,- € |
buchen
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263649-01D |
11.08.12-28.08.12 |
11.790,- € |
4.650,- € |
buchen
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263649-01E |
11.08.12-28.08.12 |
12.590,- € |
4.990,- € |
buchen
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263649-01F |
11.08.12-28.08.12 |
13.290,- € |
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buchen
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263649-02A |
25.08.12-11.09.12 |
8.490,- € |
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buchen
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263649-02B |
25.08.12-11.09.12 |
9.590,- € |
3.490,- € |
buchen
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263649-02C |
25.08.12-11.09.12 |
10.990,- € |
4.250,- € |
buchen
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263649-02D |
25.08.12-11.09.12 |
11.790,- € |
4.650,- € |
buchen
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263649-02E |
25.08.12-11.09.12 |
12.590,- € |
4.990,- € |
buchen
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263649-02F |
25.08.12-11.09.12 |
13.290,- € |
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buchen
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| Einzelzimmerzuschlag bei Buchung "halber" Kabine: | + € 125,- |
| Anschlussflüge mit LUFTHANSA ab/bis versch. dt. Flughäfen: | + € 50,- |
| Anschlussflüge ab/bis Wien, Zürich: | + € 195,- |
| innerdt. Bahnanreise (Rail&Fly): | + € 65,- |
| Kayaking: | + € 590,- |
| (nur buchbar bei Reiseanmeldung) | |
Hinweise:
Tour 263649-02 = Tourverlauf in umgekehrter Richtung
Stornobedingungen: Für diese Kreuzfahrt gelten geänderte Stornobedingungen: bis 91 Tage vor Reisebeginn € 1.500,-; ab 90 Tage vor Reisebeginn: 100% des Reisepreises.
Schiffskategorien:
Kat. A = Dreibettkabine o. Du/WC
Kat. B = Zweibettkabine m. geteilter Du/WC
Kat. C = Zweibettkabine m. Du/WC
Kat. D = Superior-Kabine
Kat. E = Shackleton Suite
Kat. F = One Ocean Suite
| Bei Nichterreichen einer ausgeschriebenen Mindestteilnehmerzahl besteht die Möglichkeit, die Reise gegen Aufpreis in einer Kleingruppe durchzuführen; alternativ behalten wir uns den Rücktritt vom Reisevertrag bis spätestens 14 Tage vor Reisebeginn vor (s. AGBs), worüber wir Sie unverzüglich informieren. Bereits erfolgte Zahlungen erstatten wir Ihnen dann unverzüglich zurück. |