Englands schönste Gärten

-Tage-Tour ab
2.495 €
Tourcode: 308300

Reiseverlauf


12-Tage-Tour

1. Tag: DO Hinfahrt MA

Busfahrt von Frankfurt nach Calais. Fährüberfahrt nach Dover. Weiterfahrt zum Finchcock Musical Museum. Hier wohnen Katrina und Richard Burnett, ein liebenswertes älteres Paar. Er war früher Konzertpianist, sie Schriftstellerin und Komponistin. Seit 1965 sammeln die beiden alte Klaviere und haben aus dem alten Finchcock House ein kleines Museum mit über 100 Tasteninstrumenten gemacht. Nachdem wir unser Mittagessen eingenommen und ein kleines Konzert des Hausherren erlebt haben geht es weiter zum Felbridge Hotel in East Grindstead. Abendessen im Hotel.


2. Tag: FR Hestercomb Gardens - Knightshayes Court Gardens FA

Die Gärten von Hestercombe, in der südwestenglischen Grafschaft Somerset gelegen, gelten als Meilensteine der englischen Gartenkunst des frühen 20. Jh. Die Gartenanlage umfasst drei einzelne Gärten aus unterschiedlichen Stilepochen: Einen Landschaftsgarten aus dem 18. Jh., eine viktorianische Terrasse aus dem 19. Jh. Überregionale Bedeutung hat der edwardianische Garten von Anfang des 20. Jh., das erste gemeinsame Werk der Gärtnerin und Künstlerin Gerdrude Jekyll und des Architekten Edwin Lutyens. Lutyens schuf das architektonische Gerüst, die räumliche Ordnung und versah die Gartenelemente mit handwerklich perfekt durchgearbeiteten Details, und die erfahrene Pflanzenkennerin Gertrude Jekyll zeichnete für die üppige, naturalistische Bepflanzung verantwortlich. Einfältige Teppichbeete viktorianischer Repräsentationsgärten gehörten nun der Vergangenheit an. Naturverbundenheit und handwerkliches Können verschmolz im neu aufkommenden Architekturgarten, dessen Wurzeln sich in den Renaissancegärten Italiens und Englands fanden.
Nach einem indiv. Mittagessen Weiterfahrt und Besuch des Knightshayes Court Garden. Die Anlage nennt sich auch „Garten im Wald“. Unter dieses Motto stellten Sir John und Lady Amory ihr gestalterisches Ziel, als sie 1945 mit der Anlage begannen. Der Stil wurden durch die Lage des Hauses auf halber Höhe, umgeben von alten Eichen¬beständen, vorgegeben. Das ursprüngliche Blätterdach ist nun durchsetzt mit Magnolien und ¬Birken und entpuppt sich als Folge von Wegen und Lichtungen voller ¬wundervoller Rhododendren, Kamelien, und seltener Sträucher. Wir übernachten heute im HOTEL JURY’S INN in Exeter. Abendessen im Hotel.
 


3. Tag: SA Exeter - Castle Drogo - Lanhydrock FA

Exeter ist die alte Grafschaftshauptstadt Devons. Römische Stadtmauern, das mittelalterliche Kathedralenviertel, Häuser aus der Tudor- und Stuart-Zeit und zahlreiche Grünanlagen prägen das Bild der Stadt. Spaziergang durch die Altstadt zur Kathedrale St. Peter. Die romanischen Türme des Querschiffs stellen den ältesten Teil der Kathedrale dar. Der größte Teil des Bauwerks wurde im 13. Jh. verändert und im 14. Jh. fertig gestellt. Weiterfahrt nach Drewsteignton zum Castle Drogo, dem letzten Landschloss, das in Großbritannien gebaut wurde. Stilistisch lehnt sich die Architektur an Burgen des Mittelalters und der Tudor-Zeit an, verbunden mit zeitgenössischen Stilelementen. Zum Schloss gehört ein schöner, formaler Garten, entworfen von Lutyens und angelegt von Gertrude Jekyll, der in deutlichem Kontrast zu der Landschaft am Rande des Dartmoors steht. Die Bepflanzung besteht aus Rhododendron und Magnolien. Der Besitz gehört seit 1974 dem National Trust und war das erste Anwesen aus dem 20. Jh., das von der Stiftung erworben wurde.
Nach einem indiv. Mittagessen geht es weiter Richtung Bodmin zum Landsitz Lanhydrock. Bei unserem Rundgang durch das Haus erleben wir einen Eindruck der Lebenskultur einstiger Zeiten. In liebevoller Kleinarbeit hat der National Trust mit dem ursprünglichen Inventar alle Räume wieder so ausgestattet, wie es einem herrschaftlichen Haushalt jener Zeit angemessen war. Nachdem wir unseren Nachmittagstee – den Low Tea – eingenommen haben, fahren wir weiter zu unserem Hotel in Redruth. Abendessen im Hotel.
 


4. Tag: SO Tresco (Eden Project) FA

Heute teilen wir uns in zwei Gruppen auf. Für 12 Teilnehmer besteht die Möglichkeit für einen Helikopter-Flug von Penzance nach Tresco, der zweitgrößten Insel der Scilly Isles, auf der ca. 130 Menschen leben. Die Insel ist nach St. Mary's die touristisch bekannteste Insel. Sehr schön ist hier Abbey Garden, der viel von der klimabedingten Pflanzenvielfalt der Inseln zeigt. In Abbey Garden ist auch die Valhalla mit ihrer Ausstellung an Fundstücken vor den Scilly Isles gesunkener Schiffe. An der Westküste gibt es einen schönen Weg zum Cromwell's Castle. Im Norden liegt die sagenumwobene Piper's Hole - eine tiefe Höhle, die früher möglicherweise Schmugglerrevier war. Am Nachmittag geht es mit dem Helikopter zurück nach Penzance. Der Rest der Gruppe wird an diesem Tag das Eden Project besuchen. Dieser botanische Garten entstand nach einer Idee des englischen Archäologen und Gartenliebhabers Tim Smith in einer stillgelegten Kaolingrube. Charakterisiert wird der Garten durch die zwei riesigen Gewächshäuser, die aus jeweils vier miteinander verschnittenen geodätischen Kuppeln bestehen. Hier werden verschiedene Vegetationszonen simuliert. Die Gewächshäuser des Eden Projects sind derzeit die größten der Welt. Das Freigelände und die Gewächshäuser beherbergen etwa 100.000 Pflanzen aus ca. 5.000 Arten. Besonderer Wert wird dabei auf die Darstellung und Nachzucht vom Aussterben bedrohter seltener und alter Sorten gelegt, um die Arten- und somit genetische Vielfalt von Nutzpflanzen zu erhalten.
Das Projekt verfolgt einen bewahrenden und erzieherischen Ansatz. Den Besuchern wird neben den Namen der Pflanzen auch deren medizinische Verwendung und deren Bedeutung für unsere Umwelt nähergebracht, um die Menschheit durch Aufklärung von der Zerstörung der Umwelt abzuhalten. Regelmäßige Kunstausstellungen und Informationsveranstaltungen, die einen Bezug zum Thema Natur und Umwelt haben, gehören daher auch zum Programm des Parks.
Abendessen im Hotel.

 


5. Tag: MO The Lost Garden of Heliga - Pine Lodge Garden FA

Heligan ist einer der geheimnisvollsten Landsitze Englands. Ende des 19. Jh. erlebten die 400 ha Land ihre Blütezeit, aber nur wenige Jahre später versetzten Brombeergestrüpp und rankender Efeu Heligan in den Dornröschenschlaf. Heute gehört dieser Park zu den schönsten botanischen Gärten Englands und ist längst nicht mehr verloren, wie sein Name verspricht, sondern einer der am meisten gefragten bei den Besuchern. Heligan bietet Abwechslungsreichtum, Spannung und vor allem atemberaubend schöne Anpflanzungen und Pflanzenensembles.
Weiterfahrt über Pentewan und St. Austell zum Pine Lodge Garden. Der Garten ist noch recht jung aber durchaus sehenswert. Neben klassischen Elementen zeichnet er sich durch einen Japan- und einen Wintergarten (Winterschöne Pflanzen) aus.
Übernachtung und Abendessen wieder im Penventon Park Hotel.
 


6. Tag: DI St. Michael's Mount - Tregwainton Garden FA

Morgens Fahrt nach Marazion. Von hier aus setzten wir mit einem Boot hinüber zur Gezeiteninsel St. Michael’s Mount. Das Pedant zum Mont St. Michael in der Normandie thront auf einem 90 Meter hohen Granitfelsen. Eduard der Bekenner vermachte die Burg einst dem Benediktinerorden. Nach einer Führung durch den subtropischen Garten und einem indiv. Mittagessen, geht es bei Ebbe zu Fuß zurück nach Marazion. Weiterfahrt zum Trengwainton Garden, von dem man eine sehr schöne Aussicht auf die Bucht genießt. Sir Edward Bolitho und die Eigentümer von Trewithen und Hidcote (Gloucestershire) finanzierten 1927-1928 die Expeditionen von Frank Kingdon-Ward, der Pflanzen aus Borneo, China und Assam zusammentrug mit dem Ziel, sie hier wieder anzupflanzen.


7. Tag: MI Trewithen - Caerhays Castle - Lamorran House FA

Bis vor neunzig Jahren gab es in Trewithen keinen richtigen Garten, nur einen locker bepflanzten Park. Gestaltet und gepflanzt wurde dieser Garten von Major George Johnston, der eine Vorliebe für ostasiatische Pflanzen hatte. Danach geht es weiter zu Caerhays Castle an der Südküste Cornwalls. Die Gärten dieses Märchenschlosses bieten wunderschöne Ausblicke in eine atemberaubende Landschaft. Es ist ein typischer Frühlingsgarten und deshalb nur 100 Tage von Februar bis Ende Mai geöffnet. Hier gibt es u.a. eine der bedeutendsten Magnoliensammlungen Europas mit etwa 70 Arten und 470 bekannten Kreuzungen. Die originalen Magnolien wurden in China Anfang des 20. Jh. entdeckt, und Pflanzenjäger wie E.H. Wilson und G. Forrest brachten sie schließlich nach Cornwall. Eine der Raritäten ist die Sommer-Magnolie
Am Nachmittag besuchen wir Lamorran House Garden. Der im italienischen Stil gestaltete  Garten  ist mit  einer Größe von 1,8 ha, zwar vergleichsweise klein,  besticht jedoch durch eine Fülle subtropischer Pflanzen, grandiose Gartenkunst und eine atemberaubende Aussicht auf St. Antonius Head und das Meer.
 


8. Tag: DO Trebah - Glendurgan Garden - Truro FA

Etwa sechs Kilometer südwestlich von Falmouth, liegt der Eingang zu einem Gartenparadies, das zweifellos zu den ungewöhnlichsten in ganz Europa gehört: Trebah Garden. Hier, an der vom warmen Golfstrom besonders verwöhnten Südküste Cornwalls, verfügt die Natur über nahezu alle Bedingungen für das Gedeihen subtropischer Pflanzen. Der Garten wurde im Jahr 1826 von Charles Fox am Berghang des Helford River angelegt. Aus der ganzen Welt ließ er Pflanzen zusammentragen und experimentierte mit seltenen Baumarten. Er ließ z.B. Baumatrappen aufstellen, um hoch oben vom Hügel aus ein sicheres Gespür für die Relation seines künftigen Gartens zu erhalten. Trotz seiner scheinbar wild und dicht wuchernden Üppigkeit der Pflanzen ist der Garten übersichtlich strukturiert. Nur wenige hundert Meter von Trebah Garden entfernt befindet sich der Eingang zu einem anderen, kleineren Garten, der so etwas wie der bescheidenere Verwandte von Trebah ist: Glendurgan Garden. Alfred Fox, der Bruder von Charles Fox, hat diesen Garten angelegt. Glendurgan beeindruckt weniger durch den tropischen Aspekt, als vielmehr durch eine gewisse Verbundenheit mit den natürlichen Gegebenheiten Cornwalls. Größere Wiesen gehören ebenso dazu wie trennende Hecken und einheimische Bäume. Nachmittags Stadtbesichtigung in Truro. Wir spazieren  durch die Lemon Street mit ihrer schönen georgianischen Architektur und besichtigen die  Kathedrale. Der Grundstein wurde am 20. Mai 1880 vom Herzog Duke of Cornwall und zukünftigen Edward VII gelegt. Rückfahrt zum Hotel und Abendessen.


9. Tag: FR The Garden House - Thorn House Gardens FA

Nach dem Frühstück heute Weiterfahrt Richtung Plymouth. Garden House gehört zu den wenigen Gärten in ¬privater Hand, bei denen eine Folge erfolgreicher Gartengestalter über Jahre hinweg zu Ausbau und ¬Verbesserung beitrugen. Zu Anfang, zwischen 1945 und 1981, arbeitete hier der großartige ¬Gärtner Lionel Fortescue. Er wählte nur die besten Zuchtsorten aus und kultivierte sie vortrefflich. Fast alle seine Pflanzungen gedeihen noch immer prächtig.  Die Lage des Gartens ist atem¬beraubend, eine Klosterruine am Rande des Dartmoor mit ¬wunderbaren Aussichten über das Land. Fortescues Werk blieb vor allem im terrassierten, ummauerten Garten hinter dem Haus erhalten. Hier gedeihen alle möglichen Pflanzen neben den inzwischen dominierenden Magnolien,  Rhododendren und Neuseelandeibischen. Nach 1981 wurde The Garden House unter der Leitung von Keith Wiley auf völlig andere Weise gestaltet. Er legte 2,5 ha Fläche als Themengärten an: ein Südafrika-Garten, ein Garten mit ¬Wasserfall und Teichen, ein ¬Bauerngarten ein Ahorngarten, eine Lindenallee, Frühlingsgarten, Staudenbeete, die Glyzinenbrücke und die Zwiebelwiese. Nachmittags besuchen wir Thorne House Gardens. Der Hausherr Dr. John Gibson – der übrigens in einem Rosamunde Pilcher Film mitgespielt hat – wird uns empfangen, seine aus Österreich stammende Frau – Dr. Eva Gibson – ist eine begeisterte Gärtnerin. Sie wird uns durch ihren Privatgarten führen.  Anschließend werden wir beim High Tea mit selbstgebackenen Scones verwöhnt und genießen ein kleines Orgelkonzert. Abendessen und Übernachtung im Hotel Jury’s Inn in Plymouth.


10. Tag: SA Somerset FA

Forde Abbey, ein ehemaliges Mönchskloster, wurde 1140 von Zisterziensern gegründet und ist heute in Privatbesitz. Von den ehemaligen Klostergebäuden sind verschiedene Teile erhalten, so die Große Halle (ehem. Refektorium), ein Teil des Mönchsdormitoriums, ein Flügel des Kreuzgangs, der Kapitelsaal aus dem 12. Jh. (heute Kapelle) und die Unterkirche (heute teilweise Restaurant). Zu den größten Schätzen der Wohngemächer aus der nachklösterlichen Zeit zählen die Mortlake-Wandteppiche aus dem 17. Jh, die auf Originalskizzen Raphaels zurückgehen und den Salon schmücken. Doch vor allem sind es die preisgekrönten, ca. 12 ha großen Gärten, die als Beispiel früher Gartengestaltung gelten und viele Besucher hierher ziehen. Der über die Jahrhunderte entwickelte Garten bietet eine wundervolle Einheit. Der „Große Teich“ ist noch aus der Klosterzeit erhalten geblieben. Blickfang und Kennzeichen zugleich ist heute die spektakuläre - knapp 50 Meter hohe und damit Englands höchste - Wasserfontäne. Heute übernachten wir  im The Lamb Inn in Hindon, Whiltshire. Die Chronik des Hauses geht zurück bis ins 12. Jh. und bis heute hat es viel von seinem ursprünglichen Charakter erhalten. Das Hotel verfügt über nur 14 Zimmer, die individuell mit antiken Möbeln eingerichtet sind.


11. Tag: SO Stourhead - Salisbury - Mapperton FA

Stourhead Garden ist sicherlich einer der  imponierendsten Landschaftsgärten der klassischen Periode. Er  wurde im 18. Jh. von Henry Hoare II. geschaffen. Die poetische Landschaft stellt ein dreidimensionales Gemälde dar, mit steilen Buchenwäldern und künstlichen Seen, in denen sich die nach klassischem Vorbild gebauten Tempel spiegeln. Wir brechen heute früh auf, denn es ist besonders schön, den Park ohne viele Besucher zu genießen. Anschließend besuchen wir Salisbury, eine der  schönsten Kathedralenstädte Englands. Die Salisbury Cathedral ist vor allem wegen des höchsten Kirchturms in Großbritannien (123m) berühmt. Seine schlanke Statur verlangte mehrfach Statik-sichernde Maßnahmen. Dies wird Besuchern eindrucksvoll vorgeführt auf der Tower Tour. Wer vor 332 Stufen nicht zurückschreckt und einigermaßen schwindelfrei ist, sollte sich diese außergewöhnliche Führung durch die Dachkammern der Kathedrale nicht entgehen lassen.   Nach der Mittagspause Weiterfahrt zum Mapperton House, eines der ältesten Herrenhäuser in Dorset. Das Interessante an Mapperton sind die verschiedenen Gestaltungselemente aus dem 16., 17. und 18. Jh. mit wertvollen Möbeln und Gemälden. Auch die ungewöhnlichen Gärten reflektieren mindestens drei Epochen der Geschichte, wenngleich von der ursprünglichen Gartenanlage wenig überlebt hat. Das Anwesen war Drehort mehrerer Spielfilme, z.B. „Emma“, eine prämierte Verfilmung des Romans von Jane Austin.  Abschieds-Dinner im The Lamb at Hindon.
 


12. Tag: MO Rückfahrt F

Nach dem Frühstück Abfahrt nach Dover von wo aus wir nach Calais übersetzen. Von hier aus Weiterfahrt nach Frankfurt.