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| Eindrucksvolle Landschaft in Spitzbergen | ||||
Spitzbergen - Ostgrönland - Scoresbysund - Island
Flug von Frankfurt nach Oslo. ***-Hotel.
Am Morgen Weiterflug nach Longyearbyen, der Verwaltungshauptstadt der Inselgruppe Svalbard. Wir haben die Möglichkeit, den Ort bei einem individuellen Rundgang kennen zu lernen. Am Nachmittag Einschiffung auf unser Expeditionsschiff. Auslaufen am Abend.
Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf See. Die Packeisgrenze bestimmt unseren Kurs Richtung Südwesten. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich auf der Steuerbordseite unseres Schiffes das unendliche Eis ausdehnt und auf der Backbordseite der mehr oder weniger offene Ozean zeigt. Wir können Ausschau halten nach Finnwalen, Buckelwalen und Zwergwalen. Auch die Dickschnabellumme ist mit ihren Jungen entlang der Eisgrenze auf dem Weg nach Südgrönland. Informative Vorträge an Bord bringen uns die Flora und Fauna dieser Region näher.
Wir werden auf die ersten Spuren deutscher Geschichte hier an der Ostküste Grönlands treffen. Die kleine und unbewohnte Insel Kuhn wurde auf der Germania Expedition unter Carl Koldeway 1869/1870 entdeckt. Die „Hansa“ wurde von Eis zerdrückt und so musste auch die „Germania“ wieder umkehren. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse aber wurden mitgenommen. In der Nähe der Shannon Insel blieb Ende August 1943 die „Coburg“ stecken – mit ihr war ein Wettertrup unter der Leitung des Meteorologen Dr Schatz von Narvik in Norwegen an die Ostküste Grönlands unterwegs. Auch die Coburg hielt dem Eis nicht stand und ging verloren.
Auf der Sabine Insel hatte der Wettertrup von Dr. Schatz im Zweiten Weltkrieg eine Wetterstation unterhalten: die „Holzauge-Station“. Wir versuchen, in der Hansa Bucht anzulanden. In Germania Hafen überwinterten Teilnehmer der Koldeway Expedition von 1869, die versuchten, von hier den Nordpol zu erreichen. Im folgenden Winter waren sie dann die ersten, denen es gelang, in den Kaiser-Franz-Josef-Fjord zu gelangen.
Durch das Packeis der Foster-Bucht erreichen wir den Kaiser Franz Josef Fjord. In Myggebugta unternehmen wir einen ersten Landgang. Hinter alten Jagdhütten erstreckt sich eine weite Tundra, die zu dieser Jahreszeit in wundervolle Farben getaucht ist. Die Tundra ist sehr beliebt bei Moschusochsen und Polarfüchsen, die hier eine gute Nahrungsgrundlage finden. Der enge, von Bergen umgebene Kaiser-Franz-Joseph-Fjord ist meistens gefüllt mit riesigen Eisbergen und ein guter Platz, um Wale zu sichten.
Den Vormittag verbringen wir im Alpefjord, der mit seinen spektakulären Gletschern und Eisbergen uns in seinem Bann zieht. Von hier können wir auch den 3000m hohen Petermann Berg erblicken, dem Julias Payer seinen Namen gab.
Am Morgen erreichen wir das größte Fjordsystem der Welt, den Scoresbysund. Bei Zodiactouren entlang der zackigen und mit Gletscher bedeckten Küste unternehmen wir erste Anlandungen. Wir versuchen, den Platz zu finden, an dem Alfred Wegener 1930 eine kleine Station errichtete als Stützpunkt für seine geplante Überquerung des Inlandeises. Am Abend kreuzen wir in den verzweigten Armen des Fjordes. Die hohen Berge geben eine einmalige Kulisse für vielleicht zu sehende Nordlichter.
Bei weiteren Anlandungen und Zodiactouren im Scoresbysund tauchen wir ein in die beeindruckende Umgebung. Wir unternehmen Wanderungen durch die farbenfrohen Tundren, finden arktische Blaubeeren und Krähenbeeren und bei Fahrten mit dem Zodiac bewundern wir den Kontrast zwischen den Farben des Eises und der Tundra.
Bei Danmarks Ø gelangen wir zu den Ruinen einer vor 200 Jahren verlassenen Inuit Siedlung. Teilweise sind die Wohngebäude und Warnanlagen für Eisbären gut erhalten.
Am Abend kreuzen wir mit den Zodiaks entlang der Abbruchkanten von Gletschern in der Vikine Bucht.
Heute landen wir in der Nähe von Kap Stewart. Unsere Wanderung führt uns entlang des gewundenen Flusses durch die herbstliche Tundra. Am Nachmittag besuchen wir die größte und nördlichste Siedlung im Scoresbysund mit um die 500 Bewohner. Im Postamt können wir Briefmarken kaufen und im Ort umher spazieren. Wir sehen das typische Leben der Iniut, die angebundenen Schlittenhunde und die aufgehängten Häute der erlegten Robben, Moschusochsen und Eisbären. Am Abend geht die Fahrt entlang der erstaunlichen Landschaft der Blosseville Küste.
Wir verbringen den ganzen Tag auf See und werden etliche Möglichkeiten haben, Wale und Seevögel zu beobachten und, am Abend bei klarem Himmel, auch das Aurora Borealis, das Nordlicht.
Wir erreichen Akureyri auf Nordisland und verabschieden uns von unserem Expeditionsteam. Ausschiffung. Mit dem Bus werden wir nach Reykjavik zu unserem Hotel gebracht und haben den Abend zur freien Verfügung. ****Hotel.
Am Morgen Transfer in eigener Regie mit dem Flughafenbus zum Flughafen Keflavik und Rückflug von Island nach Deutschland. Ankunft in Frankfurt.
Spitzbergen - Ostgrönland - Scoresbysund - Island