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| Eisfaszination in der Diskobucht: Ilulissat am Eisfjord | ||||
Kangerlussuaq • Qeqertarsuaq • Uummannaq • Dundas • Siorapaluk • Qaanaaq • Ilulissat • Sisimiut • Evighedsfjord
Flug von Deutschland über Kopenhagen nach Kangerlussuaq / Grönland. Im Fjord liegt die FRAM auf Reede und Einschiffung mit dem Polar-Circle-Boot. Abends Auslaufen in nördlicher Richtung.
An diesem Morgen werden wir die ersten Eisberge sichten. Wir gehen heute auf Reede vor dem einzigen Ort der Diskoinsel, vor Qeqertarsuaq. Der Ort ist ein ehemaliges Walfangzentrum, und beim Betreten der Insel durchschreiten wir ein Tor aus einem Walkiefer. Im Ort können wir bei einem Rundgang die Kirche sehen, das kleine Museum besichtigen und auch die eine oder andere kleine Kunsthandwerkstatt entdecken. Oder wir unternehmen eine Wanderung in das landschaftlich schöne „Tal der Winde“.
Das Wahrzeichen des malerisch gelegenen Ortes ist der 1.170m hohe „Herzberg“, der über dem Ort thront. Hier leben rund 1.400 Menschen und fast dreimal so viele Schlittenhunde. Von hier können wir eine Wanderung zum Weihnachtsmann oder eine Bootstour auf die gegenüber liegende Insel Qilakitsoq zu den Fundstätten der berühmten Inuit-Mumien unternehmen. In der Bucht treibende Eisberge sind darüber hinaus äußerst lohnende Fotomotive.
Wir sind auf See Richtung Dundas. An Deck stehend bestaunen wir die beeinderuckende Küstenlinie.
Ab heute wird unsere Reise ganz im Zeichen der Wetter- und Eisbedingungen stehen. Wir erreichen Dundas, das ehemalige und ursprüngliche Thule. Die Siedlung wurde 1910 von Knud Rasmussen als Handelsstation gegründet. Die Bewohner wurden im Jahr 1953 dann jedoch umgesiedelt, als der amerikanische Luftwaffenstützpunkt erweitert wurde. Die neue Siedlung, rund 100 km weiter nördlich, heißt Qaanaaq. In Dundas besichtigen wir die Gebäude der ehemaligen Handelsstation.
Die Siedlung Siorapaluk erlangte Berühmtheit durch Peter Høegs Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. In der nördlichsten Siedlung Grönlands leben um die 70 Einwohner, deren Lebensgrundlage die Jagd nach Robben, Walen und auch Eisbären ist. Ein Vertreter des Ortes kommt zu uns an Bord und berichtet uns über die Kultur und Lebensweise in dieser abgelegenen Region.
Unsere Fahrt richtet sich nach den Wetter- und Eisbedingungen und unser Kurs geht weiter gen Norden – bis wir an die Eisgrenze gelangen. Hier werden häufig Eisbären auf den Schollen gesichtet.
Rund 600 Menschen leben heute im „neuen“ Thule, und ihre farbenfrohen Häuser liegen im Ort verstreut. In der Kirche finden wir ein interessantes Altarbild, und im ehemaligen Wohnhaus Knud Rasmussens ist heute ein Museum untergebracht. Auch hat man in der Kommune viele Spuren der früheren Inuit-Kulturen gefunden.
Den Tag verbringen wir auf See wieder Richtung Süden. Wir haben Zeit zum Entspannen und können nach Buckelwalen oder auch Orcas Ausschau halten.
Am Morgen treffen wir in Upernavik ein. Der grönländische Name bedeutet „Frühlingsstelle“ und bezeichnet wohl einen guten Platz für Jäger. Heute bildet vor allem der Fang von Heilbutt die Lebensgrundlage der hier lebenden Polarinuit. Der hübsch gelegene Ort mit seinen bunten Häusern, die verstreut auf dem Granit der kleinen Insel liegen, bietet einige interessante Sehenswürdigkeiten, wie z. B. die alte Kirche.
Am späten Nachmittag erreichen wir die mächtige Gletscherfront des Eqiq Sermia. Über 7 km Länge und bis 100m Höhe erstrecken sich die beeindruckenden Eismassen, besonders im Schein der Abendsonne ein fantastisches Fotomotiv. Wenn das Wetter es zulässt, wird an Land ein Grillabend stattfinden.
Wir werden den ganzen Tag in Ilulissat Zeit haben, um die herrliche Umgebung zu erkunden. Während eines ca. einstündigen Rundganges durch den Ort erfahren wir einiges über die Geschichte und den berühmtesten Sohn der Stadt, Knud Rasmussen. Die attraktive Lage der Stadt, direkt am Kangia Eisfjord, verdankt ihr auch ihren Namen „Eisberge“. Nach unserem Rundgang gibt es viele optionale Möglichkeiten, die gewaltigen Eismassen des Fjordes zu bestaunen, sei es auf einer Bootsfahrt zur Mündung des Fjords oder während eines spektakulären Hubschrauberfluges bin hin zum Inlandeis.
Sisimiut ist der zweitgrößte Ort in Grönland und hat rund 5.300 Einwohner. Der Ort liegt 100 km nördlich des Polarkreises und ist auch der nördlichste, ganzjährig eisfreie Hafen. Bei einem Rundgang durch den Ort sehen wir das Museum, die Kirche und im alten Ortskern einige historische Gebäude. Dabei liegt das Gebell der Schlittenhunde wie eine Lärmglocke über der Stadt.
Nachdem wir am Vormittag an Bord entspannen konnten, erreichen wir den Evighedsfjiord. Wir befinden uns etwas südlich des Polarkreises, und der Fjord ist von Gebirgen und Gletschern eingerahmt. Wenn es die Bedingungen zulassen, unternehmen wir eine Wanderung zum Gletscher.
Bis zu unserer Abreise haben wir noch die Möglichkeit, an Ausflügen zum Inlandeis teilzunehmen oder uns auf die Suche nach den urtümlich anzuschauenden Moschusochsen zu begeben. Den Abschluss bildet ein Barbecue in der Umgebung des Lake Ferguson. Anschließend Rückflug über Kopenhagen.
Morgens Ankunft in Kopenhagen und Weiterflug zu unserem Heimatflughafen.
Kangerlussuaq • Qeqertarsuaq • Uummannaq • Dundas • Siorapaluk • Qaanaaq • Ilulissat • Sisimiut • Evighedsfjord