Eine Kombinationsreise in den Norden und Süden Äthiopiens. Der Norden bietet Einblicke in das christliche Leben Äthiopiens, sowie in die reiche kulturelle Geschichte des Landes. Im Südwesten, entlang des Großen Grabenbruchs – dem Rift Valley, erwarten uns vor allem beeindruckende Landschaften, eine Reihe von Seen, unterschiedlichste Volksgruppen sowie eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Die Tour beginnt in Addis Abeba und führt zuerst in den Norden durch das Hochland zu beeindruckenden historischen Stätten, die von einer alten Zivilisation zeugen. Höhepunkte sind die Fälle des Blauen Nil, der Tana-See mit seinen Klöstern und Kirchen, die Paläste von Gondar, die Felsenkirchen von Lalibela und die geheimnisvollen Stelen von Axum. Der Südwesten Äthiopiens unterscheidet sich historisch und kulturell enorm vom Norden des Landes. Der Fluss Abay bildet eine Art natürliche Grenze zwischen den beiden Landesteilen, die sich in Klima, Landschaft, Bevölkerung und Kultur unterscheiden. Das südliche Hochland ist feuchter als der Norden, mit üppiger Vegetation. Die Landschaft Südäthiopiens wird durch den Großen Grabenbruch bestimmt. Zwischen zwei Steilabhängen liegen eine Kette von Seen, faszinierende Nationalparks. Die verschiedenen hier beheimateten Ethnien haben zum Teil einen sehr ursprünglichen Lebensstil bewahrt und leben nach alten Traditionen und Lebensweise, als Nomaden oder Hirten oder betreiben Landwirtschaft. Wir besuchen bspw. Dörfer der Mursi, Hammar, Dorze und Konso.
Charakteristik / Komfort: Die Reise versucht einen möglichst umfassenden Eindruck dieses vielfältigen und beeindruckenden Landes zu vermitteln. Wir lernen die Geschichte und Kultur der verschiedenen Landesteile und Völker kennen. Die Unterkünfte in Addis Abeba sind ordentlich und gut, auf der „Historischen Route“ - also im Norden - komfortabel aber einfach. Aufgrund der besseren Infrastruktur reisen wir den ersten Teil der Tour in einem normalen Bus. Inlandsflüge - leider nicht immer pünktlich - ersparen lange Überlandfahrten. Im Süden Äthiopiens geht die touristische Entwicklung voran. Hier übernachten wir in teilweise guten, neuen aber auch in sehr einfachen Unterkünften. Aufgrund dürftiger Infrastruktur und (witterungsbedingten) sehr schwierigen Straßenverhältnissen - daher strapaziöse und/oder lange Fahrtetappen - reisen wir im Süden in Allradfahrzeugen.
Komfortverzicht während der gesamten Tour, daher sind Flexibilität und Toleranz unumgänglich. Wir behalten uns die Durchführung des Reiseverlaufes in umgekehrte oder geänderte Richtung ausdrücklich vor. - Im lKARUS-Programm seit 2007.
20-Tage-Tour 1. Tag: FR Hinflug Addis Abeba
Am späten Abend Flug ab Frankfurt.
2. Tag: SA Addis Abeba MA
Morgens Ankunft in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Am Nachmittag Stadtrundfahrt, Besuch des Nationalmuseums (Sammlung wertvoller Kunstgegenstände und Gemälde, trad. Zeremoniegewänder und Kronen) und Fahrt auf den Entoto-Berg mit herrlicher Sicht über die Stadt.
3. Tag: SO Bahar Dar – Tana-See FMA
Flug nach Bahar Dar. Die Stadt mit palmengesäumten Alleen und viel tropischer Vegetation liegt am Südufer des Tana-Sees. Fahrt zum ehemaligen Palast von Kaiser Haile Selassie (nur von außen zu besichtigen) mit schönen Blick über den See und die Stadt. Am Nachmittag Bootsfahrt auf dem Tana-See mit Besuch einer Kirche. Die Inseln im Tana-See beherbergen Kirchen und Klöster mit großem historischen und kulturellen Wert.
4. Tag: MO Nilfälle - Gondar FMA
Ausflug zu den ca. 30 km entfernten Wasserfällen des Blauen Nil, der hier ca. 45 m in die Tiefe stürzt (in der Trockenzeit weniger spektakulär), Wanderung von ca. 1 Stunde. Am Nachmittag Fahrt nach Gondar (asphaltierte Straße). Ankunft abends in der alten Kaiserstadt, die im 17. Jh. ihre Blütezeit als Hauptstadt Äthiopiens hatte (ca. 187 km).
5. Tag: DI Gondar - Semienberge FMA
Stadtbesichtigung mit der Fasilidas-Schlossanlage und der Debre Berehan-Selassie-Kirche mit wunderschönen Wandmalereien. Das Bad des Fasilidas ist zum jährlichen Timkat-Fest Zentrum der Feierlichkeiten. Am Nachmittag Fahrt von Gondar über Debark in den Semien Mountains Nationalpark. Nach Erledigung der Eintrittsformalitäten Fahrt über Bergkämme zur schönen Semien-Lodge auf 3.100m Höhe gelegen (ca. 140 km).
6. Tag: MI Semien Nationalpark FMA
Ganztägige Erkundungen und kurze Wanderungen (total 3 Stunden) im Semien Nationalpark (UNESCO Weltkulturerbe), fantastische Panoramasicht über die Gebirgsketten, Wanderungen um Sankaber und Chenek, einmalige Afro-Alpine Landschaft sowie Fauna und Flora, hier können die endemischen Blutbrustpaviane und die Steinböcke „Walia Ibex“ entdeckt werden, selten sieht man auch den roten Äthiopischen Wolf (ca. 100 km).
7. Tag: DO Semienberge - Axum FMA
Fahrt vom Hochplateau der Semienberge, über die Serpentinenstraße von Limalimo in die tiefe Schlucht des Tekezze-Flusses, an dieser Stelle sind Baobab-Bäume entlang des Flusses zu sehen. Die Straße führt in die Provinz Tigray, wir steigen auf ein Hochplateau mit vielen Teff-Feldern. Am späten Nachmittag erreichen wir Axum (ca. 300 km).
8. Tag: FR Axum FMA
Axum, Ursprungsort der alt-äthiopischen Kultur mit 3000-jähriger Geschichte. Stadterkundung mit Besuch des Archäologischen Museums, des Stelenparks mit sieben riesigen Monolithen aus Granit, dem Palast der Königin von Saba, der neuen Kathedrale und des Aufbewahrungsorts der Bundeslade.
9. Tag: SA Axum - Lalibela FMA
Flug nach Lalibela, dem „Jerusalem“ der äthiopischen Ur-Christen, einst blühende Hauptstadt, heute nicht mehr als ein Dorf, vor einem über 4000m hohen Bergmassiv. Am Nachmittag Besichtigung der ersten Gruppe der Felsenkirchen. Die monolithischen Kirchen sind aus dem roten Tuffsteinfelsen herausgemeißelt. Die sechs Kirchen der ersten Gruppe liegen komplex angeordnet in den Fels gebettet.
10. Tag: SO Lalibela FMA
Ausflug mit Maultieren zur Kirche Ashetan Maryam, hoch über der Stadt erbaut mit wunderbarem Blick auf die Umgebung oder alternativ zur Kirche Neakuto Leab. Am Nachmittag Besichtigung der zweiten Gruppe der Felsenkirchen, darunter auch die eindrucksvolle Bet Giyorgis Kirche, in Form einen griechischen Kreuzes, in einem tiefen Schacht gelegen.
11. Tag: MO Lalibela - Langano See FMA
Flug nach Addis Abeba. Fahrt entlang des Großen Grabenbruches zum Langano See. Übernachtung in einem Hotel mit schönem Strand direkt am See (ca. 200 km).
12. Tag: DI Arba Minch FMA
Weiter nach Arba Minch. Am Nachmittag Besuch eines Dorze Dorfes in den Chencha Bergen. Die Dorze leben von der Landwirtschaft und der Weberei. Jeweils dienstags wird in der Ortschaft Chencha ein farbenfroher Markt abgehalten. (ca. 360 km).
13. Tag: MI Nechisar NP - Konso FMA
Pirschfahrt im Nechisar Nationalpark. Mit Glück sehen wir Zebras, Kudus, Gazellen, Antilopen usw. Anschließend Bootsfahrt auf dem Chamo-See um Flusspferde und Krokodile zu beobachten. Weiterfahrt nach Konso. Die Konso sind vor allem für ihre terrassenförmigen Felder bekannt.
14. Tag: DO Konso - Jinka FMA
Fahrt nach Jinka, unterwegs werden wir über den Markt von Key Afer schlendern, der jeweils nur donnerstags stattfindet. Jinka ist eine kleine und moderne Stadt auf 1.500m Höhe. In der Region leben verschiedene Volksgruppen, bspw. die Tsemay, Benna und Ari (ca. 160 km).
15. Tag: FR Mago Nationalpark FMA
Tagesausflug in den Mago Nationalpark, am östl. Ufer des Omo-Flusses. Der Park ist vorwiegend durch Savannenlandschaft geprägt und dient überwiegend dem Schutz von Giraffen, Büffeln und Elefanten (durch dichten Bewuchs teilweise sehr schwer zu beobachten). Höhepunkt des heutigen Tages ist der Besuch bei dem im Park lebendem Volk der Mursi (ca. 140 km). Die Mursi sind besonders bekannt für die Lippenteller der Frauen, bei den Mursi dhebi genannt. Auf dieselbe Art werden häufig die Ohrläppchen verziert. Dieser Brauch ist bei den Mursi ein Schönheitsideal. Ein besonders großer Lippenteller geht mit entsprechend höherem Status und Brautpreis für die Frau einher.
16. Tag: SA Jinka - Turmi - Hammar FMA
Auf der Fahrt von Jinka nach Turmi erleben wir den authentischen Markt von Dimeka, der jeweils samstags stattfindet. Später am Nachmittag, Besuch eines typischen Hammar-Dorfes. Sie sind berühmt für ihr Initiationsritual „Der Sprung über die Rinder“. Bei diesem Ritual springt ein junger, uninitiierter Mann über eine Reihe von Rindern, um heiratsfähig und erwachsen zu werden. Mit etwas Glück können wir an diesem Schauspiel teilhaben (ca. 160 km).
17. Tag: SO Turmi - Erbore - Konso FMA
Besuch eines Erbore-Dorfes und Weiterfahrt über den Weyto-Fluss bis nach Konso. Am Nachmittag, Besichtigung eines Konso-Dorfes. Das besondere Sozialsystem, die Generationspfahle, die Männerhäuser, die hölzernen Totempfahle und weitere Besonderheiten der Konso werden uns näher gebracht (ca. 210 km).
18. Tag: MO Konso - Yirgalem FMA
Östlich von Konso, in der tiefliegenden Savanne mit vielen Termitenhügeln, leben die Borena, halbnomadische Viehzüchter. Wir biegen in der Ortschaft Yabello in nördliche Richtung ab und erreichen die Region des Guji-Volkes, in der hügeligen Landschaft der Gedeo und Sidama dominieren die immergrünen Kaffeeplantagen (ca. 350 km).
19. Tag: DI Yirgalem– Addis Abeba FMA
Vorbei am hübschen Awassa-See, umschlossen von einer Gebirgskette. Entlang des African Highway und dem Afrikanischen Grabenbruchs erreichen wir Addis Abeba am späten Nachmittag. Einige Tageszimmer stehen zum Auffrischen zur Verfügung. Abschiedsabendessen. Abends Rückflug (ca. 325 km).
20. Tag: MI Ankunft
Am Morgen Ankunft in Frankfurt.