Zypern - Insel der Aphrodite

Larnaca - Limassol - Kourion - Nikosia - Kyrenia - Troodos-Gebirge - Salamis - Famagusta - Larnaca
8-Tage-Tour ab
1.320 €

Ihr Berater für diese Reise:

Ariana Seifried

+49 (0)6174/2902-27

Umfassend
Tourcode: 803515

Reiseverlauf

Larnaca - Limassol - Kourion - Nikosia - Kyrenia - Troodos-Gebirge - Salamis - Famagusta - Larnaca

8-Tage-Tour

1. Tag: Anreise - Larnaca A

Linienflug mit LUFTHANSA nach Larnaca. Empfang am Flughafen durch unseren deutsch sprechenden Reiseleiter und Transfer zum zentral gelegenen Standorthotel in Limassol. Zimmerbezug und Abendessen.


2. Tag: Nikosia (Nord & Süd) FA

Nach dem Frühstück fahren wir nach Nikosia, die geteilte Hauptstadt Zyperns. Zunächst besuchen wir das Archäologische Museum, in welchem sich u.a. eine große Sammlung an verschiedenen Kultur- und Kunstgegenständen sowie Exponate aus dem Neolithikum bis zum römischen Zeitalter befindet. Danach besichtigen wir die griechisch-orthodoxe St. Johannes-Kathedrale mit ihren gut erhaltenen Wandmalereien und das Kulturzentrum der Makarios-Stiftung mit dem Museum der byzantinischen Ikonen, wo die Entwicklung der Ikonenmalerei an den Ausstellungsstücken nachvollziehbar ist. Zu Fuß überschreiten wir die Grenze nach Nordzypern und besuchen den nördlichen Teil von Nikosia. Jenseits der sogenannten „Green Line" sehen wir auf einem geführten Stadtrundgang u.a. die geschichtsträchtige Selimiye-Moschee, einst ehemalige Sophienkathedrale und noch heute einer der größten gotischen Sakralbauten der lnsel. Bevor wir zum Hotel zurückkehren haben wir Zeit zur freien Verfügung für einen Bummel durch die Gassen des hübsch restaurierten Stadtviertels Laiki Geitonia.


3. Tag: Paphos FA

Ganztagesausflug nach Paphos, dem Tummelplatz der Götter. Wir fahren zunächst durch Episkopi bis zum legendären Geburtsort der Liebesgöttin Aphrodite, Petra tou Romiou. Es wird gesagt, hier sei sie als göttliche Schönheit aus den Schaumkronen des Meeres geboren worden und aus dem Meer gestiegen. Ein Spaziergang entlang des kiesigen Strandes (bzw. ein kleines Bad im Meer - Badeanzug nicht vergessen!) macht verständlich, warum sich der Mythos der Göttin mit diesem wunderschönen Ort verbunden hat. Danach besichtigen wie die Kirche Ayia Parakevi in Yeroskypou. Diese fünfkuppelige Kirche stammt aus dem 11. Jhd. und besitzt schöne Wandmalereien über die Auferstehung Lazarus, den Einzug in Jerusalem sowie das letzte Abendmahl. Weiterfahrt nach Paphos und ausführliche Besichtigung des archäologischen Park Kato Pafos. Die Ruinen von Paphos gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe und bereits an den bekannten Königsgräber erkennen wir die Größe und den Reichtum der ehemaligen antiken Stadt. Gegründet wurde sie erst im 4. Jhd. v. Chr. als Nea Paphos, nachdem ein Erdbeben die beim alten Aphrodite-Heiligtum gelegene Siedlung Palea Paphos in Schutt und Trümmer gelegt hatte. Die neue Siedlung boomte dank der Pilgerströme, die in seinem hervorragenden Naturhafen an Land gingen und dann zum Heiligtum der Aphrodite wanderten, fast 800 Jahre lang. Im 2. Jhd. v. Chr. wurde es Hauptstadt der Insel, dann 58 v. Chr. auch Sitz eines römischen Prokonsuls. Aus dieser Periode stammen die besten Stücke des Archäologischen Museums sowie des Ausgrabungsgeländes wie u.a. die Mosaiken in der Villa des Dionysos, im Haus des Theseus, des Orpheus und im Haus der Vier Jahreszeiten. Auch Apostel Paulus weilte ca. 46 n. Chr. mit seinem Begleiter Barnabas in Paphos. Westlich der Ruinen einer fränkischen Kirche aus dem 13. Jhd. sehen wir einen abgegriffenen Säulenstumpf, an welchem Paulus der Legende nach ausgepeitscht wurde. Zum Abschluss des Tages besuchen wir das Kloster Ayios Neophytos, das im 12. Jhd. von dem Eremiten und Schriftsteller Neophytos gegründet wurde. Rückkehr zum Hotel und Abendessen.


4. Tag: Kyrenia & Bellapias FA

Tagesausflug in den Norden der Insel. Über Nikosia und entlang des Fünffinger-Gebirges erreichen wir am Vormittag die Kreuzritterburg St. Hilarion. Auf einem Rundgang lernen wir die architektonischen Besonderheiten vergangener Epochen kennen. Danach fahren wir weiter nach nach Kyrenia (türk. Girne), die schönste Stadt Zyperns. Am pittoresken Hafenbecken besuchen wir das Kastell aus byzantinischer und fränkischer Zeit, welches ein Schiffswrackmuseum beherbergt, in welchem ein 2.300 Jahre altes Schiff samt seiner Fracht ausgestellt ist. Am Nachmittag fahren wir zu der an einem Berghang gelegenen, gotischen Abtei Bellapais. Das ehemalige Prämonstratenserkloster aus dem 13. Jhd. besichtigen wir auf einem ausführlichen Rundgang. Rückkehr zum Hotel in Limassol.


5. Tag: Tróodosgebirge FA

Tagesausflug ins Tróodosgebirge. Wir fahren durch kleine Bergdörfer und wildromantische Landschaft zum Kykkos Kloster, das auf einer Höhe von 1.200 m liegt. Es ist ein vielbesuchter Wallfahrtsort, eines der bekanntesten und seit Jahrhunderten das größte und reichste Kloster der Insel. Davon zeugen auch die großartigen Kirchenschätze im Klostermuseum. Die Ikonostase beinhaltet beeindruckende Heiligenbilder, darunter die vom Apostel Lukas gemalte Ikone der Jungfrau Maria, welcher das Kloster geweiht ist. Grundlage des Wohlstandes waren die großen Ländereien des Klosters, sogar auf dem griechischen Festland, in Kleinasien und in Russland. Allein rund um das Kloster standen Grund und Boden von 18 ganzen Dörfern im Besitz der geistlichen Herren. Die dort arbeitenden Menschen waren bestenfalls Pächter, meistens jedoch lohnabhängige Bauern, also eigentlich Mägde und Knechte des Klosters. Im Gebiet des Klosters, auf dem Throni-Berg liegt auch das Grabmal des Erzbischof Makarios (1913-1977), der einst als Novize in dieses Kloster eingetreten war. Seine politische Tätigkeit führte zur Herauslösung Zyperns aus dem Commonwealth und 1958 zur schmerzvollen Geburt der Republik Zypern. Danach fahren wir weiter nach Kalopanayiótis und besuchen das Kloster Ayios Ioannis Lambadistís. Unter einem riesigen "Scheunendach" sind hier drei miteinander verschmolzene Kirchen zu besichtigen, daneben ein kleines feines Kirchenmuseum. Die Kirche ist eine der 9 bemalten Kirchen im Gebiet von Tróodos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden. Hervorragend zu erkennen ist in den Fresken der Wechsel von klassisch byzantinischer zu fränkisch beeinflusster Maltechnik ("Lateinerkapelle"). Rückfahrt nach Limassol über Omodos, das bekannteste Dorf in der Region Kraochaia (Weindörfer). Hier besichtigen wir die alte Weinpresse und das Kloster zum heiligen Kreuze und haben noch Gelegenheit im Kafeneion zypriotischen Kaffee zu probieren.


6. Tag: Larnaca, Salamis und Famagusta FA

Nach dem Frühstück fahren wir nach Larnaca. Unterwegs halten wir am Salzsee von Larnaca, wo wir inmitten eines Palmenhains die Hala-Sultan-Tekke besichtigen, eines der hochrangigsten islamischen Heiligtümer und bekanntes Pilgerziel. Im Zentrum der Stadt Larnaca, die seit der Bronzezeit einer wichtige Hafenstadt ist, besuchen wir die St. Lazarus-Kirche, mit der schönsten Ikonostase der Insel und die berühmte Palmenpromenade. Gegen Mittag Weiterfahrt zu den Ausgrabungen von Salamis, die bedeutendste archäologische Stätte auf Zypern. Diese Stadt soll im Jahre 1184 v. Chr. von dem Troja-Kriegsheimkehrer Teukros gegründet worden sein, hatte in der Antike bereits 100.000 Einwohner und war 2 Jahrtausende lang ökonomisch, politisch und kulturell die wichtigste Stadt der Insel. Während des 1. und 3. Jhd. n. Chr. erlitt die Stadt mehrmals schwere Erdbebenschäden, im Jahr 647 wurde sie von arabischen Invasoren dem Erdboden gleichgemacht und diente bis zu ihrer Wiederauferstehung am Ende des 19. Jhd. hauptsächlich als Steinbruch. Vom etwa 5 km² großen Stadtgebiet sind heute nur kleine Teile freigelegt. Wir sehen ein Gymnasium mit Palästra, römische Bäder, Reste eines Aquädukts, das aus 60 km Entfernung das Trinkwasser für die Stadt herbeigeführt hatte und vor allem das Theater, eines der größten des gesamten Mittelmeerraums und gegenwärtig während des Sommers wieder Aufführungsort für griechische Tragödien. Gang zum St. Barnabas Kloster, wo im 5. Jhd. der Nationalheilige Barnabas nach seinem Märtyrertod mit dem Evangelium in der Hand begraben aufgefunden wurde. Barnabas, der ein gebürtiger Zypriote war und Jesus während seines Auslandsstudiums in Jerusalem kennen gelernt hatte, kam 45 n. Chr. mit Paulus nach Zypern. Sie verkündeten hier das Evangelium und bildeten die erste Gemeinde auf der Insel. Zweiter Besichtigungspunkt des Tages ist Famagusta, das auf Grund seines natürlichen Tiefwasserhafens insbesondere während des gesamten Mittelalters eine hervorragende Rolle gespielt hat. Nach dem Fall der christlichen Königreiche und Festungen im Nahen Osten lief (auch auf Grund päpstlicher Anweisung) ein Großteil des Handels Süd- und Westeuropas über diesen Hafen; der Reichtum der hier Ansässigen war nach zeitgenössischen Berichten unüberbietbar. Wir besichtigen die Bollwerke und Mauern der Stadt, darunter den sog. Othello-Turm (In Shakespeares Drama wird Othello, Oberbefehlshaber der Streitkräfte Venedigs, nach Zypern entsandt, um einen bevorstehenden Angriff der osmanischen Flotte abzuwehren. Auf der Insel spielt sich dann die Eifersuchtstragödie ab, die mit der Ermordung seiner jungen Frau endet.). Dann Gelegenheit zu einem Bummel durch die mittelalterliche Altstadt. Rückkehr nach Limassol.


7. Tag: Limassol FA

Am Vormittag Altstadtrundgang in Limassol. Wir besuchen den alten Hafen und die Marina, die Burg, das älteste Gebäude der Stadt, die Markthalle aus der britischen Kolonialzeit und die Cami Kebir (Große Moschee), welche auf den Ruinen einer zerstörten frühchristlichen Basilika entstand. Anschließend Fahrt durch die Obstplantagen und die Zypressenallee von Phassouri zur Johanniterfestung Kolossi, die einst die Große Kommandantur der Ritter des St. Johannes von Jerusalem war. Von dieser erhielt der Dessertwein „Commandaria" seinen Namen. Neben der Festung befinden sich noch die Reste einer Zuckerfabrik, die vom 14.-18.Jhd. zum Reichtum ihrer jeweiligen Besitzer beigetragen hat. Weiter geht unsere Fahrt entlang der Küstenstraße zur Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Kourion, die sich auf einem Felsstock hoch über dem Meer befindet. Wir sehen u. a. die Bodenmosaiken des Hauses des Eustolius und das Theater der Stadt, das gegenwärtig wieder genutzt wird und aktuell 3.500 Besucher Platz bietet. Auch das Heiligtum von Apollo Hylates, das religiöse und politische Zentrum des einstigen Stadtkönigtums, lernen wir kennen. Rückkehr zum Hotel. Meze-Abenessen in einer Taverne der Stadt.


8. Tag: Larnaca - Rückreise F

Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Deutschland oder indiv. Verlängerung.