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Geographie Myanmar

Myanmar gliedert sich in drei Hauptregionen: das tropische Niedermyanmar (das größte Reisanbaugebiet der Welt), Obermyanmar und das sogenannte Hügelland bzw. Hochland, das bis an die Ausläufer des Himalaya reicht und dessen höchste Erhebung 5500 Meter misst. Der größte Fluss ist der Ayeyarwady (auch: Irrawaddy), der das Land über mehr als 1600 km hinweg von Norden nach Süden durchfließt.

Klima in Myanmar

Myanmar gehört zum tropischen, asiatischen Monsungebiet mit drei Jahreszeiten. Von Juni bis August herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, es ist heiß und regnet häufig. Im Oktober endet die Regenzeit und die trockene kühlere Zeit beginnt (Nov.- Feb.). April und Mai sind durch eine heiße Trockenperiode gekennzeichnet. Die Temperaturen in Zentralmyanmar können dann zeitweise bis auf 45° ansteigen. Durchschnittswerte Yangon: Höchsttemperatur: 42,2°C, Niedrigsttemperatur: 9,2°C, Niederschlag: 2639 mm. Aufgrund seiner unterschiedlichen Landschaftsformen kann das Klima Myanmars je nach Region beträchtliche Unterschiede aufweisen.

Zeitunterschied

Der Zeitunterschied Deutschland-Myanmar beträgt MEZ + 5,5 Stunden und während der europäischen Sommerzeit + 4,5 Stunden. D. h. wenn es in Deutschland 12 Uhr ist, ist es in Yangon 17:30 Uhr.

Einreise/Pass/Visum

Für Myanmar besteht Visumspflicht. Bitte beachten Sie, dass für die Einreise nach Myanmar ein Visum erforderlich ist, das vom Teilnehmer vor der Reise eingeholt werden muss. Es bestehen aktuell zwei Möglichkeiten der Visumseinholung:

1. Online-Einholung eines E-Visums: Siehe im Internet unter http://evisa.moip.gov.mm/

2. Einholung des Visums direkt bei der Botschaft von Myanmar in Berlin (Verschickung des Passes erforderlich). Detaillierte Informationen zur Visumseinholung finden Sie bei Ihrer Buchungsbestätigung.

Bitte beachten Sie, dass das Visum ab Ausstellung maximal 3 Monate gültig ist. Bitte beantragen Sie das Visum also frühestens 3 Monate vor Reiseende. Bitte beantragen Sie das Visum auch erst dann, wenn die Reisedurchführung gesichert ist, was wir Ihnen mit Zusendung der Endrechnung ca. 5 Wochen vor Abreise mitteilen. Die maximale Aufenthaltsdauer in Myanmar beträgt 28 Tage. Ausländische Reiseteilnehmer erkundigen sich bitte über die für sie gültigen Einreisebestimmungen für Myanmar. Ihr Reisepass muss noch 6 Monate über das Reiseende hinaus gültig sein.

Geschichte Myanmars

Die ersten Siedler im Raum des heutigen Myanmars waren verschiedene Volksstämme: Karen, Mon und verschiedene Tibeto-Burmesische Stämme, die aus der Gegend Osttibets kamen.  Seit dem 5. Jahrhundert wird das Land von indischen Einflüssen geprägt. Später wanderten Burmesen aus weniger fruchtbaren Gegenden Nordasiens ein; gefolgt von Stämmen der Shan, Kachin, Chin und Han-Chinesen. Im 11. Jahrhundert begann der erste burmesische König Anawratha ein starkes Königreich zu etablieren, mit der damaligen Hauptstadt Bagan. Eine rege Tempelbautätigkeit setzte ein – bis zum 13.  Jahrhundert sollen etwa 13.000 Tempel gebaut worden sein. Im 13. Jahrhundert wurde Bagan während eines Krieges mit einfallenden Mongolen zum größten Teil zerstört. Erst 1753 wurde von Alaungpaya ein neues burmesisches Königreich errichtet. Nach der Annexion Myanmars (1824) durch die Briten, wurde das Land im zweiten Weltkrieg (1942-45) von den Japanern besetzt. Ab 1945 gehörte Burma zum britischen Empire. 1947 bildete sich auf der Grundlage einer neuen Verfassung die „Burmesische Union“, die dann 1948 in die unabhängige Republik Burma mündete. Die Folgezeit war geprägt von diversen politischen und ethnischen Aufständen. 1962 übernahm das Militär die Macht und steuerte einen Kurs eigener Prägung an. Erst 1974 erhielt das Land wieder eine Verfassung. Seit 1988 regiert das State Law and Order Restoration Council (SLORC) als sogenannte Interimsregierung und fungiert als oberstes Machtgremium, das auch die legislative Gewalt ausübt. Im Mai 1990 wurde in freien Wahlen ein Parlament gewählt, das eine neue Konstitution erarbeiten sollte. Die National League for Democracy (NLD) gewann die Wahl, ihre Generalsekretärin und spätere Friedensnobelpreisträgerin ist Aung San Suu Kyi, die jedoch von der Kandidatur ausgeschlossen und unter Hausarrest gestellt wurde. Das Parlament wurde bis heute nicht einberufen, die Parteien wurden mittlerweile gleichgeschaltet. Am 1. April 2012 wurden bei Nachwahlen in Myanmar 45 der insgesamt 664 Sitze umfassenden Volksversammlung Myanmars neu vergeben. Auch wenn der Ausgang der Nachwahlen keinen Einfluss auf die Machtverteilung im Parlament hatte, galten sie als bedeutsamer Schritt im Reformkurs von Staatspräsident Thein Sein, da erstmals seit 1990 die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) wieder an Wahlen teilnahm. Vor allem die Kandidatur der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, im Volksmund die „Lady“ genannt,  fand internationale Beachtung. Die nächsten Wahlen sind für 2015 angesetzt.